Vorwort: Darum und dafür
Wolfgang Jost
Ulrike Kilp

Gesprächskreis
für Landesorganisationen
der Weiterbildung
Die Handreichung:
Acht Themenfelder – exemplarische Beispiele – allerlei Links

Diese Handreichung zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung gibt einen Überblick über Themen, Methoden und Formate der Bildung für Nachhaltige Entwicklung in der außerschulischen Erwachsenenbildung  in NRW. Wir laden herzlich dazu ein, Ideen und Impulse aufzugreifen und weiterzuentwickeln sowie Erfahrungen mit uns zu teilen. 

Mit der „Agenda 21“ von Rio erhielt 1992 die „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ einen wesentlichen Anstoß. Seit 1994 ist das Prinzip Nachhaltigkeit als Staatsziel  im deutschen Grundgesetz verankert. Die im September 2015 verabschiedete „Agenda 2030“ der Vereinten Nationen stellt einen weiteren wichtigen Handlungsrahmen dar. Die mit nachhaltiger Entwicklung verbundenen gesellschaftlichen  Aufgaben  verlangen ein hohes Maß an Gestaltungskompetenz und Gestaltungshandeln.  Hier setzt  „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ an. Sie will „allen Menschen Bildungschancen eröffnen, die es ermöglichen, sich Wissen und Werte anzueignen sowie Verhaltensweisen und Lebensstile zu erlernen, die für eine lebenswerte Zukunft und eine positive gesellschaftliche Veränderung erforderlich sind“ (»Nationaler Aktionsplan 2011, S.7)

Am 26.01.2016 hat die nordrhein-westfälische Landesregierung ihre Strategie »Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunft lernen NRW (2016-2020)« »verabschiedet. Damit ist ein wichtiger Grundstein für eine breite Verankerung in allen Bildungsbereichen des Landes gelegt.

 

Die „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ überschreitet als Querschnittsaufgabe traditionelle Fächergrenzen und ermöglicht selbstbestimmte Lernprozesse.

Hier liegt auch die besondere Stärke und Bedeutung der außerschulischen Erwachsenenbildung. Mit non-formalen und informellen Lernprozessen bietet sie vielfältige Möglichkeiten,

  • sich eigenes Wissen über Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Transformation anzueignen,
  • Gestaltungserfahrungen zu teilen und Lernperspektiven zu wechseln,
  • in gesellschaftliche  Diskurse einzutreten und die eigene Organisation nachhaltig aufzustellen
  • mit Formen des partizipatorischen Lernens - wie World-Cafés, BarCamps, Zukunftswerkstätten, Open Spaces etc. - zu experimentieren.

Mit ihren Angeboten bindet die Erwachsenenbildung zivilgesellschaftliche Akteure aktiv in gesamtgesellschaftliche Lern-, Such- und Handlungsprozesse für eine zukunftsfähige Entwicklung ein.

Gute Bildung für alle!
Das ist nachhaltige Bildung & selbst gelebtes Vorbild!

Unter dem Leitgedanken einer „guten Bildung für alle“ ist sie z. B. auf Quartiers- und Stadteilebene oder auch in ländlichen Regionen in der Lage, bildungsferne Zielgruppen zu erreichen, die bisher nur wenig von Bildung für Nachhaltige Entwicklung erreicht wurden. Viele der ca. 460 gemeinwohlorientierten, nach dem Weiterbildungsgesetz (WbG)  geförderten, Trägerorganisationen in NRW sind Anbieter von Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Oft treiben sie dabei auch die umweltgerechte Entwicklung der eigenen Organisation und der eigenen Bildungsstätte voran.

Lassen auch Sie sich anregen. Suchen Sie den Dialog mit uns.